Konzeption des Freizeitbereiches

I. Struktur des Freizeitbereiches

Im Freizeitbereich der Hansa-Grundschule werden insgesamt 280 Kinder betreut. Der Freizeitbereich ist von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Die Hortkinder der Klassenstufen 1-3 werden in vier altersgemischten Gruppen betreut; ihnen stehen im Trakt A vier Gruppenräume zur Verfügung.
Zusätzlich werden im Schuljahr 2016/17 zwei 1. Klassen und eine 2. Klasse in Doppelnutzung in Trakt A betreut.

Zum Schuljahr 2014/2015 wurde die ehemalige Hausmeisterwohnung vollständig saniert. Dadurch sind für den Freizeitbereich zwei neue Räume entstanden, die von den Schülern der 4. bis 6. Klassen als Kreativraum und Rückzugsmöglichkeit sowie von einer 3. Klasse, die klassenhomogen betreut wird, genutzt werden.
Die Schüler der Klassenstufen 4 – 6 bilden eine offene Gruppe; diese nutzt den „Mensa- und VHG-Bereich“ sowie weitere Funktionsräume unserer Schule.
Die Betreuung der Schüler in diesem Bereich findet in der Regel nach 13.30 Uhr statt.

In der Zeit von 7.30 bis 13.30 bieten wir für die Kinder, die keinen Hortvertrag zur ergänzenden Betreuung abgeschlossen haben, im Rahmen der verlässlichen Halbtagsgrundschule eine pädagogische Betreuung an.
Der Raum der VHG ist mit unterschiedlichen Funktionsecken ausgestaltet, sodass die Schüler der Klassenstufen 1 –6 Anregungen erhalten, ihren individuellen Bedürfnissen und Interessen nachzugehen.

II. Pädagogisches Profil des Freizeitbereiches

Im Zentrum der pädagogischen Arbeit steht die Betreuung, Erziehung und Bildung der Schülerinnen und Schüler.

Das pädagogische Konzept des Freizeitbereiches als auch die Betreuung im Rahmen der VHG ist durch gruppenorientierte und gruppenübergreifende Arbeit geprägt.

Dabei steht der situationsbezogene und bedürfnisorientierte Ansatz im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Pädagogische Angebote finden in Form von Projekten als auch jahreszeitlich und situativ statt.

Jedes Kind ist einer Gruppe mit einer Erzieherin als Ansprechpartner zugeordnet. Ab 13.30 Uhr öffnen sich die Gruppen und die Kinder können zwischen den Gruppen wechseln, pädagogische Angebote nutzen, auf dem Schulhof oder im Garten das „Freie Spiel“ bevorzugen sowie die bestehenden Arbeitsgemeinschaften besuchen.

Da die Erzieherinnen auch unterrichtsbegleitend tätig sind, können Projekte des Unterrichts am Nachmittag fortgesetzt und vertieft werden. Außerdem erhalten die Schüler im Freizeitbereich gezielt intensive Unterstützung bei der Anfertigung ihrer Haus- bzw. Schularbeiten.
Es wird versucht, so weit wie möglich, die schulische und häusliche Erziehung untereinander abzustimmen und in die pädagogische Arbeit einfließen zu lassen.

Die Erzieherinnen befördern in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und den pädagogischen Angeboten zur Bildung und Erziehung die Entwicklung der Kinder.
Der Freizeitbereich der Hansa-Grundschule soll für die betreuten Kinder eine Stätte der Begegnung und des Wohlfühlens sein, in der sie ihre Interessen und Wünsche umsetzen können.


III. Konzeptionelle Zusammenarbeit zwischen Erziehern und Lehrern

Zu Beginn des Schuljahres ordnen sich die Erzieher mit bis zu 8 Stunden pro Woche einer Lerngruppe der Klassenstufen 1 –6 zu.

Die genaue Aufteilung des Stundenkontingents der Erzieher wird in Absprache mit den Beteiligten erfolgen.

Die gebildeten Lehrer-Erzieher-Teams arbeiten intensiv zusammen; dadurch wird eine enge Verzahnung zwischen Unterricht und unterrichtsergänzender
Tätigkeit geschaffen.
Für die einzelnen Lehrer-Erzieher-Team sind im Stundenplan fest verankerte Kooperationsstunden vorgesehen, die zur päd. Planung und Absprache dienen.
In der Regel haben die Teams für mindestens ein Schuljahr Bestand.

Ein weiterer Arbeitschwerpunkt neben der unterrichtsergänzenden Tätigkeit ist das „Förderband“ in den Klassen 1-3. Aus den einzelnen Klassen werden
Lernfördergruppen mit maximal 6 Kindern gebildet; für jede Fördergruppe werden spezifische Schwerpunkte des Förder- und Forderbedarfs festgelegt,
wobei die Erzieherinnen folgende Aufgabenbereiche methodisch-didaktisch übernehmen:

Förderung der mathematischen Kompetenzen
Entwicklung des mathematischen Grundverständnisses
mit Hilfe von Regel- und Rechenspielen

Förderung der Sprach- und Lesekompetenzen
Lesestunde und spielerische Sprachförderung
Karten- und Legespiele, auditive Wahrnehmung

Entwicklung von feinmotorischen Fähigkeiten
Kreatives Basteln und Werken

Förderung des basalen Bereiches
Stärkung verschiedener Erfahrungs-und Wahrnehmungsebenen


Eine Fortsetzung der genannten Förderbereiche erfolgt auch am Nachmittag in der ergänzenden Betreuung durch die Erzieher und freie pädagogische Mitarbeiter.
2017 Birkner